Halbfinale beim Schulpferdecup in Marbach

Früh um 7 Uhr fuhren wir vier Reitschülerinnen und unsere Trainerin Valeska Krause los. Unser Ziel: Das Haupt- und Landesgestüt Marbach. Dort fand am 28. Februar das Halbfinale des diesjährigen PM-Schulpferdecups statt, für das wir uns in der Vorrunde unter 300 Teilnehmergruppen qualifiziert hatten. Wir waren alle ein wenig aufgeregt, da uns in Marbach eine ganz besondere Herausforderung erwartete: Mit den dortigen fremden Schulpferden sollten wir die Prüfungen reiten, für die wir in Neckartailfingen mit unseren vertrauten Schulis geübt hatten.

Für die erste von insgesamt fünf Teilprüfungen, der Dressur, blieben uns nur 10 Minuten Zeit, uns auf die völlig unbekannten Pferde einzustellen. Zuvor wurden sie kurz von Angestellten aus Marbach vorgestellt. Wir erfuhren, mit welchen Hilfsmitteln wir die jeweiligen Pferde am besten reiten sollten und sahen sie noch unter den Reitern eines anderen Teams die Prüfung gehen, bevor wir an der Reihe waren. Trotz dieser großen Aufgabe ritten wir unsere Prüfung ohne allzu große Schwierigkeiten. Nachdem alle 11 Teams ihre Dressur geritten waren, war es Zeit für eine Mittagspause, in der wir das Gestüt besichtigen konnten. Danach folgte die nächste Teilprüfung, die Theorie. Jedes Team bekam einen vierseitigen Fragebogen zu sämtlichen Themengebieten rund ums Pferd. Dabei beantworteten wir alle Fragen richtig und erreichten eine 10,0.

Gleich darauf erfolgten die dritte und vierte Teilprüfung: Der leichte Sitz und das Springen. Diese beiden Bereiche wurden zusammengefasst. Jedes Team erhielt wieder dieselben Pferde und alle Reiter konnten einen Probesprung mit dem Marbacher Schulpferd machen, bevor es dann losging. Nachdem wir in ein bis zwei Runden im Galopp unseren leichten Sitz bewerten ließen, ritten wir gleich im Anschluss den kleinen Parcours, der aus speziellen Übungen zusammengestellt war, die extra für den Schulpferdecup ausgedacht wurden. Als alle Teams ihre zwei Teilprüfungen abgeschlossen hatten, begann der letzte Teil, das Vormustern. Dafür wurden zwei Schulpferde ausgewählt, die im Wechsel von den Teams durch einen ausgelosten Reiter den Richtern vorgeführt wurden. Anschließend musste von ihm noch eine Exterieurfrage beantwortet werden. In unsere Gruppe erreichten wir den vierten Platz.

Dieser Tag war zwar sehr anstrengend, aber es war sehr schön, dabei sein zu können und es war auch eine interessante Erfahrung, mit einem völlig fremden Pferd diese Prüfungen zu absolvieren.

Constanze Keck

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